TATORT BADEZIMMER:

 "Verflucht, schon wieder geschnitten." Thomas tupft das Blut am Kinn mit einem Papiertuch ab. Wie für die meisten Männer, ist Rasieren für ihn eine Last. Wohl oder übel beugt er sich diesem Pflichtprogramm der Körperpflege. Dabei liegt es häufig nur an der falschen Technik, dass Rasieren nicht zu einem Vergnügen wird.

 

Männerhaut ist wesentlich dicker, großporiger und produziert mehr Talg als Frauenhaut. Deshalb ist die tägliche Gesichtsreinigung morgens und abends absolute Pflicht. Wird überschüssiger Talg nicht entfernt, verstopft er die Poren. Es bilden sich Pickel und Mitesser. Auch die Rasur wird schwieriger.

Ideal für die Hautreinigung sind pH-neutrale Syndetseifen, alkalifreie Waschgele oder ein milder Reinigungsschaum. Diese Mittel trocknen die Haut im Gegensatz zu Seife nicht aus. Sie bewahren den natürlichen Säureschutzmantel, reinigen sanft und gründlich. Einmal in der Woche sollte auch der Mann zum Peeling greifen. Es öffnet die Poren, löst abgestorbene Hautschüppchen und eingewachsene Barthaare.


Die perfekte Rasur: Schnell und unblutig 

Warten Sie morgens nach dem Aufstehen etwa eine halbe Stunde bevor Sie sich rasieren. Dann haben sich die Gesichtsmuskeln gefestigt und die Rasur wird sanfter.

Das Gesicht gründlich mit warmem Wasser und einem Reinigungsprodukt säubern, um Ablagerungen und Schmutz zu entfernen. Das warme Wasser erweicht selbst kratzbürstige Stoppeln.

Eine reichhaltige Rasiercreme in die Haut einmassieren, das macht die Bartstoppeln noch weicher. Das Geheimnis einer schonenden Rasur hängt allerdings von der Qualität der Rasiercreme ab, nicht von der aufgetragenen Menge. 

Immer in Richtung des Haarwuches rasieren, sonst riskiert Mann, dass Barthaare einwachsen. Vorsicht: Mit einem einzigen Strich können bis zu drei Hautschichten entfernt werden. Deshalb nicht unnötig über die gleiche Stelle rasieren.

Am besten zuerst die Wangen, den Hals sowie oberhalb und unterhalb der Lippen rasieren. Zuletzt das Kinn rasieren, denn hier sind die Stoppeln am borstigsten.

Die Klinge während des Rasierens stets mit warmen Wasser reinigen. So verstopfen die Zwischenräume der Klingen nicht.

Immer vor dem Duschen rasieren! Denn nach einer warmen Dusche quillt die Haut auf. Das Rasieren wird schwerer, die Haut anfälliger für Verletzungen. 

Entfernen Sie die letzten Reste der Rasiercreme nicht mit einem Handtuch, sondern mit warmem Wasser. Anschließend das Gesicht mit kaltem Wasser erfrischen.


Rasierwasser trocknet die Haut aus

Egal, ob Mann sich nass oder trocken rasiert - viele schwören nach wie vor auf Rasierwasser. Es brennt zwar höllisch, soll aber angeblich die Poren zusammenziehen und die Haut straffen. Völlig falsch! Der hohe Alkoholgehalt von teilweise über 80 Prozent sorgt lediglich dafür, dass die Haut zusätzlich austrocknet. Kleine Faustregel: Je stärker ein Rasierwasser brennt, desto höher ist der Alkoholgehalt und desto stärker wird die Haut "trockengelegt". Besser ist ein After-Shave-Gel oder ein Balsam nach der Rasur. Diese Mittel unterstützen die Regeneration der stark beanspruchten Haut in der Bartzone und sorgen dafür, dass sich die Haut schneller von der Rasur erholt. Enthalten After-Shave-Produkte zusätzlich Ceramide und Feuchtigkeitsspender, können sie sogar die Tagescreme ersetzen. Außerdem duften sie auch noch gut. Da kann Mann sogar auf ein Eau de Toilette verzichten.